FC JUDENBURG
Geschichte
Der Fußballklub FC Judenburg ist ein österreichischer Fußballverein aus der obersteirischen Bezirkshauptstadt Judenburg. Die Vereinsfarben sind rot-blau. Die Heimspiele werden im Stadion Murdorf ausgetragen, einer seit 1970 in Betrieb stehenden Sportanlage. Im Oktober 2008 wurde ein Kunstrasenplatz der neuesten Generation fertiggestellt. Der FC Judenburg spielt in der Spielsaison 2009/2010 in der dritthöchsten Leistungsklasse des steirischen Fußballverbandes, der „Unterliga Nord B“.
Die Gründung des FC Judenburg erfolgte im Juni 1990, als sich die beiden bisherigen Judenburger Fußballvereine, der Werkssportverein (WSV) Judenburg und die Blaue Elf (BE) Judenburg fusionierten. Zuerst als WSV/BE Judenburg spielberechtigt, wurden dem Vereinsgesetz entsprechend ab der Spielsaison 1991/1992 der offizielle Vereinsname FC Judenburg bei der Vereinsbehörde angemeldet und genehmigt.
WSV Judenburg
Der WSV Judenburg, der als Judenburger Sportverein am 12.3.1901 gegründet wurde, spielte ab 22. Dezember 1910 als Schwarze Elf Judenburg (Gründungsverein des steirischen Fußballverbandes im Jahr 1911), ab 1. August 1920 als AAC (Arbeiter-Athletik-Club) Judenburg, ab 1934 unter dem Vereinsnamen SV (Sportverein) Judenburg, ab 1945 als SC (Sportclub) Judenburg und ab 1956 als WSV (Werkssportverein) Judenburg, benannt nach dem großen Werk für Edel- und Gußstahlverarbeitung, dem weitaus größten Arbeitgeber in Judenburg in dieser Zeit. In der Spielsaison 1955/1956 gelang der Meistertitel in der „1. Klasse Nord-West“ und nach erfolgreichen Aufstiegsspielen gegen Hönigsberg stand die erstmalige Teilnahme an der höchsten steirischen Spielklasse, der „Landesliga“, fest. 18 Jahre, bis zur Spielsaison 1973/1974, war der WSV Judenburg stets in der steirischen Landesliga vertreten und konnte als größte Erfolge den Vizemeistertitel in den Spielsaisonen 1963/1964 bzw. 1964/1965 erringen. Dieser zweite Tabellenplatz berechtigte zur Teilnahme am österreichischen Fußball-Cup, wo traditionelle österreichische Fußballvereine wie SV Gloggnitz und FK Austria Wien in Judenburg zu Gast waren. Der WSV Judenburg (Vereinsfarben rot-weiß) trug seine Heimspiele am Sportplatz Bahnhofstraße aus, einem im Werksgelände der steirischen Gußstahlwerke AG gelegenen Spielstätte. Dieser Platz hatte das für damalige Verhältnisse charakteristische Aussehen, eine - westseitig - gelegene Naturtribüne sowie Holzbaracken als Umkleideräume für die beiden Mannschaften und dem Schiedsrichtertrio. Die zahlreichen Zuseher waren direkt am Spielfeldrand nur durch eine spärliche Holzabsperrung (maximal 2 Meter von der Outlinie entfernt) und trugen damit auch wesentlich am gefürchteten Heimvorteil bei.
Blaue Elf Judenburg
Fusion
Schließlich führten sportliche und wirtschaftliche Gründe dazu, diese beiden Vereine zu einem gemeinsamen Judenburger Fußballverein zusammenzuführen. Dem Fusionsverein FC Judenburg gelang im Spieljahr 2003/2004 der Aufstieg in die steirische Landesliga, jedoch musste nach dieser einen Saison bei Punktegleichheit nur auf Grund des schlechteren Torverhältnisses der Abstieg hingenommen werden.

